LGA Unter­nehmen Kunden­journal Impulse 2022 Ausgabe 2/2022 BIM: Revolution im Straßenbau

BIM: Revolution im Straßenbau

Peter Budig

VOM HOCHBAU, ÜBER BRÜCKEN, TUNNEL PROFITIERT NUN AUCH DER STRASSENBAU VON DEN MÖGLICHKEITEN DER 3D-ABBILDUNG

„Die Digitalisierung geht in die Grube“ hieß ein Impulse-Artikel in der Ausgabe 2021/II. Aus dem Hochbau kommend, profitiere nun der Grund- und Straßenbau von den Chancen der dreidimensionalen Abbildung. Die technische Moderne steht nie bei allen Praktikern gleichermaßen hoch im Kurs, doch die LGA Bautechnik GmbH hat die neuen digitalen Möglichkeiten früh erprobt, zunächst im Brücken- und Tunnelbau. Die Erfahrungen waren – spektakulär.

Ob Autobahn-Zubringer oder Landstraße, die 3D-Abbildung via BIM hat sich bei der Planung überall durchgesetzt.

Auch der Gesetzgeber hat reagiert: Das Bundesverkehrsministerium fordert den Einsatz von BIM (Building Information Modeling) ab 2025 auch im Straßenbau und das bayerische Schwesterministerium folgt, mahnt den Einsatz dieser digitalen Planungsmethode auch im „untergeordneten Straßennetz“ an. Wie verändert nun BIM den Straßenbau und die Baugrunduntersuchung, traditionell eine der Kernaufgaben der LGA Bautechnik? Vereinfacht ausgedrückt, werden zunächst die gängigen analogen Untersuchungen im Feld und im Labor durchgeführt und anschließend durch Ingenieure bewertet. Die Ergebnisse werden in digitale 3D-Geländemodelle eingegeben. „Das Gute an BIM ist, dass es die ganze Planung deutlich vereinfacht und gleichzeitig präzisiert“, zeigt sich Dieter Straußberger, Leiter des LGA-Verkehrswegebaus, mehr als nur „offen“ für BIM. „Die gängige Methode war bisher, alle 50 Meter ein Querprofil zu erstellen und so den Gesamtplan stückweise zu montieren. Jetzt wird die Gesamtstrecke dreidimensional erfasst. Es entsteht ein digitaler Zwilling. An jeder Stelle der Strecke ist ein Querschnitt möglich, zum Beispiel wenn ein Kanal die geplante Straßenführung quert.“ Es kommt hinzu, dass diese neuen Planungstools für jedermann jederzeit von überall aus einsehbar sind, der permanente Soll-Ist-Abgleich ist möglich.

Das öffnet Türen, zum Beispiel für schnellere Prozesse im Straßenbau. So hat BIM vor allem den Praktiker Straußberger überzeugt: „Anfängliche Skepsis ist ausgeräumt, als die Theorie der Software-Wissenschaftler Vorgaben wie ‚Straßen BIM-konform planen‘ formulierte. Doch diese Fachtheoreme sind längst in der Realität angekommen. Sie haben die Prüfung durch den operativen Stresstest mehr als bestanden.“ Während der Gesetzgeber den Einsatz von BIM im Straßenbau für 2025 einfordert, hat sich die digitale Methode im LGA-Verkehrswegebau in der Baugrunduntersuchung, Begutachtung und der Erstellung von wirtschaftlichen Baukonzepten bereits vielfach bewährt. „Straßen BIM-konform zu planen ist LGA-Standard“, so Straußberger.

BIM IM STRASSENBAU/BAYERN

„Die Implementierung von BIM ist weit mehr als die Einführung einer neuen Technologie oder Software, sie ist ein Kulturwandel für alle am Planen und Bauen Beteiligten. … Mit BIM vollzieht sich der Wandel von der zweidimensionalen linienbasierten hin zur dreidimensionalen objektbezogenen Betrachtung. Die Frage, ob sich die BIM-Methode durchsetzt, stellt sich im Grunde längst nicht mehr. Umso wichtiger ist es für die Straßenbauverwaltung, dieses Thema mit Nachdruck zu verfolgen, um die Chancen von BIM so effizient wie möglich nutzen zu können. Darüber hinaus müssen wir uns die Frage stellen, auf welche Weise wir unsere Strukturen sowie interne und externe Prozesse optimal auf BIM anpassen.“

Aus: Straßen und Brücken in Bayern, StMin für Wohnen, Bauen, Verkehr, 2018

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